Mutterkuh Schweiz
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Mutterkuh Schweiz

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Mutterkuh Schweiz

Herdebuch

Fleischrinderherdebuch FLHB

Mutterkuh Schweiz ist die Dienstleistungs-organisation der Schweizer Mutterkuhhalter und Fleischrinderzüchter. Sie zählt heute rund 5’300 Mitglieder mit über 95’000 Mutterkühen.

 

Das Fleischrinderherdebuch (kurz FLHB) von Mutterkuh Schweiz wurde 1980 gegründet und ist seit 1986 vom Bund offiziell anerkannt. Dank einer kontinuierlich wachsenden Zahl an Mutterkuh-betrieben verzeichnet das FLHB mittlerweile rund 1'200 Herdebuchbetriebe. Betreut werden praktisch alle in der Schweiz angesiedelten Fleischrinderrassen.

 

Fleischrinderrassen

Das FLHB zählt heute 34 verschiedene Rassen. Folgende sind vertreten:

Angus (AN), Aubrac (AU), Bazadaise (BZ), Blonde d’Aquitaine (BD), Braunvieh (BV), Charolais (CH), Dahomey (DA), Dexter (DR), Eringer (HR), Evoléne (EV), Galloway (GA), Gasconne (GC), Gelbvieh (GV), Grauvieh (AL), Hereford (HH), Highland Cattle (HI), Hinterwäldler (HW), Maine Anjou (MA), Limousin (LM), Luing (LG), Parthenaise (PA), Piemonteser (PI), Pinzgauer (PZ), Salers (SL), Shorthorn (SH), Simmental (SM), Texas Longhorn (TL), Tux-Zillertaler (TX), Vosgienne (VS), Wagyu (WA) und Zebu (ZE).

 

Rassenüberblick und weitere Rasseninformationen

 

 

Zuchtziele

Das grundlegende Zuchtziel ist die Zucht eines wirtschaftlichen Fleischrindes auf Raufutterbasis. Die rassenspezifisch detaillierten Zuchtziele werden durch die Rassenclubs festgelegt.

 

Zielsetzungen des FLHB

  • Selektion der besten Kühe und Stiere und Bestimmen der aussichtsreichsten Anpaarungen. 
  • Züchter, Rassenclubs und KB-Organisationen verfügen über Leistungsdaten der Zuchttiere, deren Vorfahren und Nachkommen.
  • Die Zuchtbetriebe können miteinander verglichen werden. 
  • Verbesserung der einzelnen Merkmale bezüglich Wirtschaftlichkeit eines Fleischrindes für den Zucht- und Mastbetrieb.

Dienstleistungen des FLHB

Das Herdebuch ist zuständig für die Erhebung und Auswertung der Leistungs- und Exterieurmerkmale und die Anforderungen für die Aufnahme in das Herdebuch. Je nach Dienstleistungsmodul einer Rasse werden unterschiedliche Aufzeichnungen über Abstammung, Leistungsmerkmale und Exterieur getätigt.

 

Übersicht Dienstleistungen des FLHB

Anerkennung des FLHB durch ICAR

Das Fleischrinderherdebuch von Mutterkuh Schweiz ist vom Bund anerkannt und seit Januar 2010 von ICAR zertifiziert. ICAR steht für “International Committee for Animal Recording“, was übersetzt heisst “Internationales Komitee für Leistungsprüfungen in der Tierproduktion“. ICAR definiert Standards und Richtlinien. So wird überprüft, ob Tieridentifikation, Datenerhebung, Datenverarbeitung und Zuchtwertschätzung die Abstammung und Leistung der Tiere korrekt wiedergeben. Mit dieser Zertifizierung ist gewährleistet, dass die Fleischrindergenetik von Mutterkuh Schweiz international anerkannt ist. Das ICAR-Gütesiegel ist auf jedem Zuchtausweis ausgewiesen.

 

Stärken der Fleischrinderrassen

  • bestens geeignet für die Mutterkuhhaltung
  • gute Fruchtbarkeit und problemlose Abkalbungen
  • idealer Körperbau und solide Fundamente
  • robust und widerstandsfähig
  • gute Jugendentwicklung und sehr langlebige Tiere
  • hervorragende Raufutterverwertung und Weidetauglichkeit
  • sehr gutes Fleisch-Knochen-Verhältnis
  • ausgezeichnete Fleischqualität
  • vorzügliche Eignung als Kreuzungspartner für Produktionstiere 

Fleischrinderleistungskontrolle (FLEK), lineare Beschreibung (LB) und Klassierung
Die Fleischrinderleistungskontrolle, die lineare Beschreibung und die Zuchtwertschätzung sind auf die typischen und relevanten Merkmale der Mutterkuhhaltung bzw. der Fleischrinderzucht ausgelegt. Alle Kühe der Herdebuchbetriebe unterliegen der FLEK. Mit dieser werden die Zuwachsleistungen der Kälber und die Reproduktionsdaten der Kühe erhoben. Die Reproduktionsleistung der Kühe ist in der Mutterkuhhaltung ebenso wichtig wie die Zuwachsleistungen der Kälber, stellt doch der Jungtierverkauf die wichtigste Einnahmequelle dar. Durch Korrekturfaktoren in der FLEK-Auswertung wird eine gute Vergleichbarkeit geschaffen. Der Züchter erkennt daraus das Leistungsniveau seiner Tiere und die entscheidenden Werte zur Selektion.

Mit der FLEK werden folgende Informationen erhoben:

  • die Zuwachsleistung der Kälber (Geburtsgewicht, Tageszuwachs, Absetzgewicht)
  • die Reproduktionsleistung der Kühe (Erstkalbealter, Zwischenkalbezeit, Geburtsablauf, Kennziffer der Produktivität)

Die lineare Beschreibung der Stiere und Kühe dient dazu, anhand von über 20 Merkmalen die besten Zuchttiere selektionieren zu können. Sie macht Aussagen zu Leistungsmerkmalen wie Bemuskelung, Format und Knochenbau, aber auch zu Merkmalen der Langlebigkeit wie Gliedmassen und Becken oder zu Rassenmerkmalen wie Farbe oder Fellkleid.

Weitere Informationen und Erklärungen zur linearen Beschreibung und Klassierung finden Sie unter “FLHB Dokumente und Formulare”.

 

Zuchtwertschätzung (ZWS)

Um den genetischen Wert eines Tieres anzuzeigen, werden folgende Zuchtwerte gerechnet:

  • Geburtsablauf (GA)
  • Geburtsgewicht (GG)
  • Absetzgewicht direkt (AGD)
  • Absetzgewicht maternal (AGM) (entspricht der Milchleistung)
  • Nettozuwachs (NZW)
  • Fleischigkeit (F)

Informationen zur aktuellen Zuchtwertschätzung

 

Stierenmarkt

Dreimal pro Jahr, im Januar, April und September, wird vom FLHB ein Stierenmarkt für Fleischrinderrassen durchgeführt. An dieser Auktion werden anerkannte Herdebuch-Stiere verschiedener Fleischrinderrassen zum Verkauf angeboten.

 

Informationen zu den Stierenmärkten